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Die Herzogin von Chicago

Operette in zwei Akten von Emmerich Kálmán
Musikalische Komödie Leipzig,
Musikalische Leitung: Tobias Engeli
Regie: Ulrich Wiggers
Bühne und Kostüm: Leif-Erik Heine
Choreographie: Kati Heidebrecht
Dramaturgie: Elisabeth Kühne
Großes, opulentes Operetten-Kino in der MuKo: Leif-Erik Heines Bühne und Kostüme für Kálmáns 'Herzogin von Chicago' in Leipzigs Musikalischer Komödie"

"Über 240 Kostüme schuf Heine, prachtvolle Gala-Uniformen und sündige Negligés, Pailletten-Fracks und Folklore-Hauben, König Pankraz trägt einen halben Bären, Bondy Stars and Stripes. Und fürs Männerballett ließen Heine und Heidebrecht die letzten Hemmungen fallen: Bärtige Libertys und Cowboys in der Prärie, Spielzeugprinzen und ein Rosen-Pavillon – erstaunlich, was da alles tanzt in dieser luxuriösen Ausstattungs-Revue. Wirklich schade, dass nach knapp drei Stunden alles schon wieder vorbei ist. Einschließlich Jubel.
Peter Korfmacher, Leipziger Volkszeitung, 21.10.2018
Regisseur Ulrich Wiggers belässt das Stück in seiner Entstehungszeit, den Goldenen Zwanzigern, was szenisch ungemein reizvoll ist. Leif-Erik Heine hat dafür ein sehr wandelbares Bühnenbild im Art-déco-Stil entworfen sowie wunderbar prachtvolle und detailverliebte Kostüme. Egal ob Glitzerdress, Pseudofolklore, Freiheitsstatuen-Look, pailettenbesetzte Fracks oder Uncle-Sam-Anzug, hier hat sich die Kostümwerkstatt so richtig ausgetobt, jedes einzelne Stück ist ein echter Hingucker! Eva Hauk, kultura-extra.de, 22.10.2018
Dieser tänzerisch ausgetragene Kampf zwischen altem, walzerseeligem Europa und dem frechen, modernen Amerika zieht sich als roter Faden durchs gesamte Stück und spiegelt sich auch in den Kostümen. Ausstatter und Bühnenbildner Leif Erik Heine hat das gesamte Leipziger Ensemble in eine beeindruckende stilistische Vielfalt von 20er-Jahre-Glamourkleidchen und üppigen Balkan-Folklore-Roben gekleidet. Die zahlreichen Darsteller lassen sich in seinem multifunktionalen Bühnenraum mit seitlicher Empore und mittiger Doppeltreppe zu herrlichen Tableaus arrangieren. Das Gefühl von ganz großem Hollywoodkino, von Metropolis bis Fred Astaire ist gewollt.
Schließlich spielt der Hollywoodfilm in dieser Kálmán Operette eine finale Schlüsselrolle: Erst durch Vermittlung des Filmemachers Charlie Fox kommen Mary Lloyd und ihr sylvarischer Prinz Sandor im Nachspiel zum Happy End zusammen.
Franziska Stürz, deutschlandfunk.de, 22.10.2018



Fotos: Leif-Erik Heine